Ein „sagenhafter“ Pfingst-Montags Weg

Verfasst von Iris Hagenbach am .

Bei grauem Himmel brachen wir auf nach Pfullingen, um den Sagenweg zu erkunden. Wir waren froh, dass es trocken war.
Die gut gelaunte Gruppe war gespannt auf die Figuren der Pfullinger Sagenwelt, die es zu entdecken galt.

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Zuerst erwartete uns das freundliche, in einen Stamm gesägte Gesicht der Urschel, der gütigen und wohlwollenden Zentralgestalt der Pfullinger Sagenwelt. Der Sage nach wohnt sie bis heute in dem Berg, den wir erklommen. Sie trägt ein weißes Kleid und rote Strümpfe. Bewacht wird sie von einem Pudel mit feuerroten Augen.
Auch Nachtfräulein wohnen der Sage nach bis heute im Berg und warten auf ihre Erlösung. Zusammen mit der Urschel halfen sie früher den Bauern und Handwerkern, die in Not gerieten.

Inzwischen zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite mit Sonnenschein und blauem Himmel. So konnten wir die Wegmarkierungen noch leichter entdecken. Sie sind aus Holz und haben die Form von übergroßen „Remmsele“. Dabei handelt es sich um Knöpfe mit 5 Löchern. Solche Knöpfe wurden in vergangenen Zeiten der Urschel geopfert, um ihren Beistand zu erbitten.
Auf dem weiteren Weg trat uns der Pelzmichel, der Pfullinger Knecht Ruprecht riesig groß und kunstvoll gesägt entgegen. Er beeindruckte uns sehr.
Der schlafende Graf überraschte uns mitten im Wald. Er musste die Nacht zwangsläufig unter freiem Himmel verbringen. Warum? Wer will, kann das selber entdecken. Es lohnt sich, denn der Pfad ist wirklich sehenswert.

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